Wir schreiben den 23. November und ich habe noch nicht einmal angefangen, Bilder hochzuladen, geschweige denn Texte zu meinen Erlebnissen zu verfassen. Das setzt mich schon deswegen ein wenig unter Druck, weil ich meinen MoRüBli gerne als Tagebuch nebenher laufen lasse, damit ich am Monatsanfang nicht vor einem Berg stehe. Gehen wir es also heute an!
Der November hat mir mental alles abgefordert, das war schon Thema in meinem aktuellen Newsletter und auch mein 12 von 12 zeugt ein wenig von meiner Stimmung in diesem Monat. Aber chronologisch:
Allerheiligen
Wie so oft zog es uns wieder einmal in die Lobau, an diesem Tag zur Futterstelle, an der wieder reges Treiben herrschte. Mein Lieblingsbild von diesem Tag war diese süße Sumpfmeise:

Und ich übte mich in Mehrfachbelichtung à la Pep Ventosa, aber das braucht noch …

Hiobsbotschaften
Was macht man, wenn man kurz hintereinander erfährt, dass zwei wichtige Kunden zum Jahresende abspringen?
Verzweifeln, hyperventilieren, heulen, nicht schlafen, Horrorszenarien ausmalen, in Gedanken unter der Brücke schlafen, rechnen, bis der Arzt kommt, KI verteufeln, sich umhören, seine drohende Erwerbslosigkeit breit streuen, sich bewerben, Job-Portale durchkämmen, sich Ideen holen, überlegen, grübeln …
Ich glaube nicht an Zufälle und so war es vermutlich auch kein solcher, als ich am Abend der zweiten Hiobsbotschaft auf ein Live von Veit Lindau stieß und mich entschloss, bei ihm einen Kurs zu buchen. Einen Kurs, der Mut macht, sich auf ein Berufsleben MIT KI einzulassen, statt sie weiterhin zu verteufeln. Denn ganz ehrlich: Ein Leben ohne KI ist nicht mehr denkbar, und wir alle (alle!) werden über kurz oder lang die Auswirkungen spüren. Eher über kurz als über lang und im Berufsleben noch viel drastischer als im privaten Bereich.
Gut also, wenn man sich darauf einlässt und versucht, das Beste daraus zu machen. Soweit mein Plan. Ich halte dich auf dem Laufenden, inwiefern es klappt. Hier oder in meinem Newsletter.
Kurz vor Monatsende, zu einem etwas unglücklichen Zeitpunkt, erwischte mich dann die Druck-Erwartungskeule und ich hatte einen richtigen Beklemmungsanfall. Meine Exit-Strategie war genau das: Raus hier, nix mehr hören, sehen und an mich ranlassen. Social Media komplett abdrehen, auf die Arbeit und ‚archaische‘ Tätigkeiten wie Einkaufen und lange Spaziergänge zum Erden konzentrieren. Hat’s geholfen? Bisher nur wenig. Mein innerer Schraubstock hat mich fest im Griff; Klopftechnik und Atmen 🧘♀️ erleichtern immerhin zeitweise.
Indian Reunion
Szenenwechsel: In meinem Monatsrückblick April erzählte ich schon von meiner tollen Indien-Reise und auch davon, wie glücklich ich mit der Reisegruppe war. In diesem Monat fand ein weiteres Treffen mit einem Ehepaar statt, das wir dort kennengelernt hatten. Es war ein soooo schöner Nachmittag und es hat so gut getan, die wunderbaren Filme von Indien und Äthiopien zu sehen, die die beiden gedreht hatten. Köstliches zu Kaffee und Kuchen gab es natürlich auch, dummerweise habe ich vergessen, ein Bild zu machen.

Fotowalk Tritonlacke
Auf der Donauinsel gibt es so manches verschwiegene und eher selten besuchte Biotop. Eines davon ist die Tritonlacke, viele weitere hegt und pflegt die Stadt Wien. Hier gelang mir Mitte November ein eher zufälliges Bild, das Potenzial zum Lieblingsbild des Jahres hat, das Wintergoldhähnchen im Astabschwung:

Kaminkehrer-Fotoshooting im Prater
Ganz besonders stolz war ich natürlich, als ich wieder die Fotos für den Kalender des Kaminkehrer-Teams des 2. Bezirks in Wien fotografieren durfte. Bei Sonne und eisigem Wind warf sich das Team für einige Bilder ordentlich in Pose und wir hatten eine Menge Spaß. Und dafür, dass Personen- bzw. Porträtfotografie so gar nicht meins ist, kamen auch sehr nette Bilder dabei heraus.

Cat- and Dogsitting
Fünf Abende durfte ich Katzeklo säubern, Kater Pauli mit Futter versorgen und mit ihm spielen. Am Ende erwartete er mich schon an der Tür und warf sich zum Kraulen auf den Boden. ❤️
Und Oskar war auch wieder einen Nachmittag bei mir; inzwischen winselt er nicht mehr stundenlang, sondern chillt zu meinen Füßen, wenn ich arbeite. 😍

Schlaflos in Wien macht kreativ
Warum nicht die langen dunklen Stunden der Winternächte für ein wenig Weihnachtskartenmalerei nutzen? Ein Instavideo brachte mich auf die Idee, und außer dass mir der bronzefarbene Lackstift mittendrin den Dienst versagte, brachte ich auch ordentlich etwas zustande.
Fun Fact: Mit einem Lidschattenpinsel von The Body Shop kann man nicht nur festliches Make-up auftragen.

Und die Pralinenmanufaktur habe ich auch schon gestartet, mit mindestens einer neuen Sorte versüße ich den Advent.

Adventmarkt in Dürnstein
Nach Grafenegg, Schlosshof, Schloss Mühlbach und der Rosenburg in den vergangenen Jahren zog es uns in diesem Jahr in die Wachau zum Adventsmarkt. Optisches Highlight: das festlich erleuchtete Adventsschiff auf der Donau und die Altstadt des wunderschön im Donautal gelegenen Örtchens. Auch sonst gab es allerlei zu sehen, probieren, testen, anzufassen und zu kaufen. Der Knoblauchgeschmack vom Langos AIO liegt mir noch auf der Zunge, und ich freue mich schon auf das mitgebrachte Kletzenbrot und den geschenkten Kürbiskernlikör.

Good news 🙂

Aus meiner Blogwerkstatt
Ui, ich war fleißig! Nicht nur ging endlich wieder ein neuer Newsletter heraus, auch die Blogartikel flossen mir aus den Fingern:
MoRüBli Oktober 2025 – Herbststimmung

… liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin und …

12 von 12 November 2025 – ein Unvollendeter. Aus Gründen.

Leidenschaft Texten: Warum die KI mich (noch) nicht ersetzen kann

Schoggi war gestern: Diese Adventskalender gönn’ ich mir

Wer schreibt hier?

Ich bin Ulrike, Wahlwienerin mit deutschem Migrationsvordergrund mitten in meinem schönsten Lebensabschnitt. Als Bloggerin, Medizin-Redakteurin, Texterin, Copywriterin, Korrekturleserin, Community-Managerin liebe ich das selbst geschriebene Wort. Und als Hobby-Fotografin reise ich gerne, bin aber genauso gerne auch daheim, wo ich es mir immer recht gemütlich mache und mein Leben genieße.
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